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Medien - Mittler zwischen den Völkern

Das Programm war für mich eine gute Erfahrung. Die erfahrenen Journalisten sind in Ungarn genauso gut wie erfahrene Journalisten hier in Deutschland. Die Redaktion hat mir viel Freiheit gegeben und viel Hilfe angeboten. Das Schreiben für die taz hat mir viel Spaß gemacht. Aber es tut mir sehr leid, feststellen zu müssen,  dass der investigative Journalismus auch in Deutschland langsam ausstirbt. 

Tibór Racz, 34 Jahre, Budapest, HVG/ die tageszeitung (taz)

Für mich war der Berlin-Aufenthalt sehr wichtig, denn dabei konnte ich mich mit Themen aus der deutschen Politik und Wirtschaft beschäftigen – und weil ich in der Zukunft gerne auch mehr im Bereich auswärtige Politik machen würde, war für mich diese Möglichkeit, darüber für meine Heimatredaktion zu berichten, sehr wichtig. Darüber hinaus habe ich zum ersten Mal bei einem größeren Projekt mitgemacht und daher auch die kollektive Arbeit gelernt. Ein erhellender Moment war, das Nachdenken über meine Heimat und über die slowenische Tagespolitik und anderen Themen aus der Sicht eines fremden Journalisten zu erleben. Genau diese Distanz verhilft einem Journalisten zu einer klareren Beurteilung der Geschehnisse zu Hause. Und weil die Arbeit der Journalisten auch Kreativität verlangt, hilft manchmal eine Pause, eine mehrwöchige Erholung vom 'Tagestempo ', von dem wir alle wissen, dass es auch erschöpfen kann.

Polona Balantic, 34 Jahre, Ljubljana, RTV Slovenija MMC/ Deutsche Welle, die tageszeitung (taz)

Berlin ist Berlin. Während der drei Monate habe ich Berlin mehr kennengelernt, als während der Schulzeit und an der Uni - und dies, obwohl ich Philologie und Geschichte studiert habe und noch ein paar Stunden Deutsch hatte. Es war eine kolossale Erfahrung. Aktiv, multikulti, kulturell, alt, neu, nächtlich, beschäftigt, arm und gleichzeitig reich, alternativ, lustig, gemischt, komisch, sauber und schmutzig - das alles ist Berlin. Ich war glücklich und enttäuscht, überrascht und aufgeregt. Ich habe neue interessante Dinge entdeckt. Ich war im Hotel Adlon, im Parlament, in der Philharmonie, im Theater, in Babelsberg, in den zahlreichen Museen. Ich habe mit anderen Redakteuren eine Reportage über Spargel (ich habe ihn zum ersten Mal in meinem Leben probiert und muss sagen -  er schmeckt so la la), die Biber, BUGA-Ausstellung sowie über die Flüchtlinge u.a. gedreht. Es war eine der besten Erfahrungen in meinem Leben, ich bin total zufrieden.

Tetiana Ivanchenko, 28 Jahre, Kiew, IC TV/ ZDF Landesstudio Potsdam

Weil ich deutschsprachigen Zeitungen nur als Leser kannte, war ich sehr gespannt auf die Programme des Einführungsmonates. Die Veranstaltungen (Gespräche, Diskussionen) waren außergewöhnliche Möglichkeiten, die man nur im Rahmen dieses Programms erleben kann. Die Presseschauen waren besonders unvergesslich. Von den anderen Stipendiaten habe ich erfahren, wie die Medienlandschaft in ihrer Heimatland aussieht und wie aktuellen Themen (Ukraine, Pegida, Grexit, usw.) in verschiedenen Länder behandelt werden. Ungarn und die ungarische Presse war im März mehrmals Gesprächsthema. In den Redaktionen wurde ich auch zum ungarischen Pressemarkt und Pressefreiheit befragt. Das zeigt, dass es in Deutschland nicht irrelevant ist, was in meinem Heimatland passiert. Während meines Praktikums habe ich zwei verschiedene Layout-Systeme kennengelernt. Aufgefallen ist mir während der Hospitanz, dass die Journalisten hier nicht so viel Stress ertragen müssen wie ihre Kollegen in Ungarn. 

Zsolt Laszlo Szabo, 28 Jahre, ..., Hajdu-bihari Napló/ Berliner Kurier, Neues Deutschland

Eine tolle Erfahrung, die sich für mich ganz sicher gelohnt hat. Nicht nur wegen der Verbesserung meiner Sprachkenntnisse, sondern auch von menschlicher und beruflicher Seite her: Interessante Leute, nützliche Einblicke in verschiedenen Mentalitäten und Themen und die Möglichkeit, meinen Horizont zu erweitern. Vielen Dank! 

Andrea Votrubova, 36 Jahre, Prag, freie Journalistin/ Stern Online

Alle Themen vom Märzprogramm waren interessant. Das Thema Energiewende habe ich erst hier in Deutschland entdeckt und die Meinungen der deutschen Politikern zu Themen wie Griechenlandkrise, Ukrainekrise oder Pegida waren für mich ebenfalls sehr nützlich. Während meiner Hospitation habe ich eine Schnittschulung bekommen, die ich gut verwerten kann. Ich habe ebenfalls gelernt, wie man in einer Redaktion Zeit und Aufwand sparen kann.

Magdalena Crisan, 34 Jahre, Bukarest, Digi24/ N24

Der Aufenthalt hat mir ermöglicht Debatten live zu erleben, die ich in meiner Heimatredaktion nicht so einfach mitbekommen hätte, Leute kennen zu lernen, die ich in Ungarn nicht kennen lernen könnte, und Informationen zu bekommen, die in Ungarn nicht so leicht zugänglich wären. Und hier geht es nicht nur um innerdeutsche Angelegenheiten sondern auch um wichtige europäische und globale Fragen. So hatte ich zum Beispiel die Gelegenheit, einen Vortrag von Zhanna Nemzowa, der Tochter des ermordeten Kreml-Kritikers Boris Nemzow anzuhören, und konnte an einem Pressegespräch mit Larry Summers, dem ehemaligen Chefökonomen der Weltbank teilnehmen. Die tägliche Arbeit in den Redaktionen hat mir auch ermöglicht von meinen deutschen Kollegen zu lernen. Ich kann jetzt besser auf Deutsch schreiben als vorher, und konnte auch mitbekommen, wie eine deutsche Zeitung funktioniert, wie die Manager, die Verlage, die Journalisten ticken. Wer weiß, vielleicht werde ich irgendwann auch mal Boss, dann schadet es nicht, diese Sachen zu wissen. Und dann kann ich natürlich auch der Völkerverständigung dienen, indem ich in meiner Redaktion ausländische Journalisten aufnehme.

Krisztián Simon, 29 Jahre, Budapest/Brüssel, freier Journalist/ Cicero Online

Dieses Programm ist das beste Beispiel dafür, wie nützlich Medien für die Freundschaft zwischen  Staaten sein können. Wenn ich nun eine journalistische Hilfe in Ungarn oder Rumänien brauche, so weiß ich jetzt, nach der Teilnahme an diesem Programm, an wen ich mich wenden kann. Am nützlichsten war der erste Monat, als wir die deutsche Politik und Gesellschaft näher kennengelernt haben. Auf dem zweiten Platz stand bei mir das Praktikum. Die Planung ist bei uns in der Redaktion nicht so streng präsent, wie in  deutschen Redaktionen. Das betrifft nicht nur die Themenplanung, sondern auch die Arbeit der Kamera- und Tonleute. Das werde ich auch in meiner Heimatredaktion einsetzen. Nach meinem Aufenthalt in Berlin habe ich mich noch einmal davon überzeugt, dass Journalismus eben das ist, was ich auch weiter machen kann und will. Das Seminar zum TV-Interviewtraining an der Berliner Journalisten-Schule, war unvergesslich und hat mir mehr Sicherheit gebracht. 

Yuliya Tayps, 24 Jahre, Uzhhorod, Transkarpatische staatliche Gesellschaft für Fernsehen und Rundfunk/ RBB Brandenburg aktuell

In Deutschland hatte ich die wunderschöne Möglichkeit, deutsche Medien zu analysieren, auch im Bezug auf die Ereignisse in der Ukraine. Es gibt verschiedene Medien in Deutschland, die über die Ukraine unterschiedlich berichten. Hier zu sein, mit deutschen Politikern und Journalisten in Kontakt zu kommen, hilft zu verstehen, wie die Krise betrachtet und was von der Ukraine erwartet wird. Man muss wirklich hier sein um das  verstehen zu können. Ebenfalls konnte ich während meines Aufenthalts viel über das Leben in Berlin und Deutschland berichten (Energiewende, Umweltschutz, Kultur und Politik). Unsere Zuschauer fanden die Berichte aus Berlin ganz spannend. Natürlich ist auch die  Kommunikation mit Kollegen aus anderen Ländern wichtig. Ich habe meine Kenntnisse zur politischen Lage in anderen Ländern erweitert. Die Arbeitsorganisation in den deutschen Redaktionen finde ich auch super. Ich werde alles tun, um etwas davon, auch in meiner Heimatredaktion umzusetzen.

Maksim Melnyk, 32 Jahre, Uzhhorod, Transkarpatische staatliche Gesellschaft für Fernsehen und Rundfunk, Nachrichtenabteilung/ RBB Abendschau

Für mich hat sich der Berlin-Aufenthalt sehr gelohnt. Ich habe eine neue Welt, eine neue Medienlandschaft kennengelernt. Es handelt sich nicht um drei Monate in einem Leben, sondern um ein Leben in drei Monaten. Ich würde nichts ändern, sondern mich jedes Jahr  noch einmal bewerben.

István Deák, 30 Jahre, Brasov, Jurnalul National/ Neues Deutschland, Der Tagesspiegel

Meine Hospitanz beim Deutschlandradio Kultur, wo die Kollegen so erfahren, professionell und freundlich sind, war eine wunderbare Erfahrung. Ich bin froh, dass ich die Möglichkeit hatte, ein detaillierter Blick in das Wirken einer der besten deutschen Redaktionen zu bekommen. Ich konnte beobachten, wie deutsche Kollegen über nationale sowie ausländische Ereignisse berichten sowie welche Themen Journalisten in Deutschland wichtig finden und warum. Das Programm würde ich allen meinen Kollegen empfehlen. Eine erweiterte Zusammenarbeit zwischen europäischen Journalisten wird heutzutage immer wichtiger und für Journalisten aus Tschechien  (aber nicht nur) ist es ein Muss, gute Kenntnisse über Deutschland und Europa zu haben. 

Jana Šafaříková, 30 Jahre, Prag, freie Journalistin/ Deutschlandradio Kultur

Der Berlin-Aufenthalt war einfach die beste Erfahrung, die ich je in Deutschland gemacht habe. Ich habe sehr nette Leute kennengelernt, die mich unterstützt haben. Das Wichtigste war: Ich habe sehr viel Wertvolles in der deutschen Redaktionen gelernt – ich werde all das nutzen, um meine Arbeit zu verbessern. Ich hatte schon seit langem den Wunsch, Berlin zu sehen – und das war einfach beeindruckend. Das Stipendium  zu bekommen – was völlig unkompliziert, das ganze Verfahren war sehr klar, so wie das Programm und alles was wir zu tun hatten. Ich war die ganze Zeit betreut und nahm an vielen Veranstaltungen teil, die einen Blick in die deutsche Lebensweise und Kultur geboten haben. Besonders erfreulich war für mich, dass wir die Möglichkeit hatten, Kurse in der Berliner Journalisten-Schule zu belegen – sehr gut konzipiert war der von Marion Koch. 

Aida Ivan, 27 Jahre, Bukarest, Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien/ Zeit Online

Energiewende, Philharmonie, Bundestag, Potsdam, Bundeswehr, Stuttgart … insgesamt war das ganze Programm super spannend und interessant. Die Redaktionsbesuche waren auch sehr nützlich, all das entspricht dem Medien-Mittler-Motto. Es war sehr wichtig, vor dem Praktikum die wichtigsten Deutschlandthemen zu besprechen. Das Praktikum bei einer deutschen Zeitung war mir aber am nützlichsten. Der Austausch mit Kollegen aus verschiedenen Ländern war ebenfalls sehr wichtig, damit Journalisten künftig Informationen über andere Länder aus erster Hand bekommen können. Es wird auf jeden Fall eine sehr wichtige Referenz in meinem Lebenslauf sein.

Jana Juvan, 29 Jahre, Ljubljana, Vecer/ Der Freitag

Für mich war es sehr hilfreich zu erfahren, wie eine Zeitung funktioniert, die nicht mehr an Print glaubt. Bei der Welt gilt „Online first“. Print wird nicht mehr als ein Medium für exklusive Inhalte verstanden, sondern, wenn ein Text fertig ist, wird er gleich online veröffentlicht. Die Printversion ist nicht nur eine „Best of“ von bereits veröffentlichten Texten vom Vortag. Da in meiner Heimatredaktion so wie in vielen anderen Redaktionen ein ewiger Streit darüber herrscht, welche Texte wann und in welchem Medium veröffentlicht werden, kann ich diese Erfahrung sicher nutzen und mit meinen Kollegen teilen. Vielleicht wird sich auch die kritische Sicht der Tschechen auf die erneuerbaren Energien ändern, wenn ich ihnen, dank der neuen Kontakte, die Erfahrungen der Deutschen mit der Energiewende präsentieren kann und sie nicht nur auf die Aussagen tschechischer „atomkraftbesessener“ Energieexperten angewiesen sind. Und Dank des Medien-Mittler-Programms werde ich in der Zukunft statt einer langen und oft erfolglosen Internetrecherche auf ein Netz von Stipendiaten und Redaktionskollegen zurückgreifen können, die mich sofort beraten können.

Jan Broz, 31 Jahre, Prag, MF DNES/ Die Welt

Das Programm ist meiner Meinung nach ideal gegliedert: eine Phase, die einen Überblick über aktuelle Trends in Deutschland und die deutsche Medienlandschaft verschafft und die Phase der Hospitation in einer Redaktion, die es ermöglicht, Erfahrungen zu sammeln und eigene Artikel zu veröffentlichen. Aufgrund der Märzveranstaltungen sowie anhand meiner Arbeit bei der „Berliner Morgenpost“ konnte ich herausfinden, was die Deutschen und Berliner interessiert, warum sie so und nicht anders denken, und diese Kenntnis wird mir weiterhelfen, meinen Landsleuten zu erklären, warum Deutschland eine bestimmte Politik in Bezug auf Belarus bzw. Russland und die Ukraine verfolgt. Die Deutschlanderfahrung hilft mir bestimmt, konkurrenzfähiger in meinem  Beruf zu sein und meinen Kollegen einige Arbeitstipps zu geben. Auch die Kommunikation mit  anderen Stipendiaten und die dadurch entstanden Kontakte fand ich hilfreich.

Vitali Bahdanau, 37 Jahre, Minsk, Charter97.org/ Berliner Morgenpost